Hanfsamen Wirkung: Das steckt in den kleinen Samen
Hanfsamen sind klein, mild-nussig im Geschmack und vielseitig einsetzbar. Doch was steckt eigentlich in ihnen und welche Wirkung haben Hanfsamen auf den Körper?
Vor allem ihr Gehalt an Protein, ungesättigten Fettsäuren und verschiedenen Mineralstoffen macht Hanfsamen zu einer interessanten Ergänzung für den täglichen Speiseplan. Gleichzeitig kursieren rund um ihre Wirkung zahlreiche Aussagen, die einen genaueren Blick verdienen.
Wir zeigen dir, welche Nährstoffe Hanfsamen liefern, was über ihre Wirkung bekannt ist und wie du sie einfach in deine Ernährung integrieren kannst.
Was sind Hanfsamen?
Hanfsamen sind die Samen der Hanfpflanze (Cannabis sativa). Als Lebensmittel werden Sorten verwendet, die für diesen Zweck zugelassen sind und sich deutlich von Cannabis als Rauschmittel unterscheiden.
Die kleinen Samen können geschält oder ungeschält angeboten werden. Geschälte Hanfsamen sind besonders weich und besitzen einen angenehm milden, leicht nussigen Geschmack.
Dadurch lassen sie sich sowohl für süße als auch für herzhafte Gerichte verwenden.
Hanfsamen: Welche Wirkung haben sie?
Wer nach der Wirkung von Hanfsamen sucht, stößt schnell auf zahlreiche Versprechen – von einer besseren Verdauung bis hin zu positiven Auswirkungen auf Herz, Haut oder Immunsystem.
Ganz so einfach ist es allerdings nicht.
Hanfsamen sind kein Arzneimittel und ihre Wirkung sollte nicht isoliert betrachtet werden. Interessanter ist ein Blick auf die enthaltenen Nährstoffe. Denn je nach Produkt liefern Hanfsamen unter anderem:
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pflanzliches Eiweiß
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ungesättigte Fettsäuren
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mehrfach ungesättigte Fettsäuren
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Ballaststoffe
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verschiedene Vitamine und Mineralstoffe
Welche Mengen tatsächlich enthalten sind, hängt unter anderem davon ab, ob die Hanfsamen geschält oder ungeschält sind.
Hanfsamen als pflanzliche Proteinquelle
Eine Besonderheit von Hanfsamen ist ihr Proteingehalt. Vor allem geschälte Hanfsamen liefern vergleichsweise viel pflanzliches Eiweiß.
Proteine erfüllen im menschlichen Körper zahlreiche Funktionen. Sie tragen unter anderem zur Erhaltung und Zunahme von Muskelmasse sowie zur Erhaltung normaler Knochen bei.
Hanfsamen können deshalb eine praktische Möglichkeit sein, pflanzliches Protein in die tägliche Ernährung einzubauen.
Besonders unkompliziert funktioniert das als Topping auf Joghurt, Porridge, Salaten oder Bowls.
Hanfsamen und ungesättigte Fettsäuren
Hanfsamen enthalten einen hohen Anteil an Fett. Das klingt zunächst vielleicht überraschend, entscheidend ist jedoch die Zusammensetzung.
Ein großer Teil entfällt auf ungesättigte und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Dazu zählen auch Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren.
Ungesättigte Fettsäuren spielen im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung eine wichtige Rolle. Werden gesättigte Fettsäuren durch ungesättigte Fettsäuren ersetzt, trägt dies zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels im Blut bei.
Das bedeutet allerdings nicht, dass möglichst viele Hanfsamen automatisch besser sind. Wie bei anderen Samen und Nüssen gilt: Sie liefern aufgrund ihres Fettgehalts entsprechend viel Energie.
Sind Hanfsamen gut für die Verdauung?
Auch im Zusammenhang mit der Verdauung werden Hanfsamen häufig gesucht.
Hier lohnt sich die Unterscheidung zwischen geschälten und ungeschälten Hanfsamen. Ein großer Teil der Ballaststoffe befindet sich in der äußeren Samenschale. Ungeschälte Hanfsamen enthalten deshalb in der Regel deutlich mehr Ballaststoffe als geschälte.
Ballaststoffe sind Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung. Wer seine Ballaststoffaufnahme erhöht, sollte gleichzeitig darauf achten, ausreichend zu trinken.
Hanfsamen sollten jedoch nicht als Mittel zur Behandlung von Verdauungsbeschwerden verstanden werden.
Welche Wirkung haben Hanfsamen auf Muskeln?
Hanfsamen werden aufgrund ihres Proteingehalts auch gerne in der Sporternährung eingesetzt.
Protein trägt zur Zunahme und Erhaltung von Muskelmasse bei. Hanfsamen können daher als eine von vielen pflanzlichen Proteinquellen Bestandteil einer proteinreichen Ernährung sein.
Du kannst sie beispielsweise in einen Smoothie geben, über dein Frühstück streuen oder mit anderen Zutaten in einer Bowl kombinieren.
Für den Muskelaufbau bleibt allerdings die gesamte Ernährung in Verbindung mit einem entsprechenden Trainingsreiz entscheidend. Ein einzelnes Lebensmittel kann diesen Effekt nicht ersetzen.
Machen Hanfsamen high?
Nein. Lebensmittel aus Nutzhanf sind nicht mit Cannabis als Rauschmittel gleichzusetzen.
Die berauschende Wirkung von Cannabis wird hauptsächlich mit dem Cannabinoid THC in Verbindung gebracht. Hanfsamen selbst enthalten natürlicherweise kein beziehungsweise praktisch kein THC; geringe Spuren können insbesondere durch Kontakt mit anderen Pflanzenteilen bei Ernte und Verarbeitung entstehen.
Für Lebensmittel gelten entsprechende gesetzliche Anforderungen und Richtwerte.
Der Verzehr handelsüblicher Hanfsamen hat daher nicht die Wirkung, die mit dem Konsum THC-haltiger Cannabisprodukte verbunden wird.
Geschälte oder ungeschälte Hanfsamen – was ist besser?
Beide Varianten haben ihre Vorteile.
Geschälte Hanfsamen sind weich und besitzen einen mild-nussigen Geschmack. Sie lassen sich besonders einfach über Joghurt, Porridge, Salate und Bowls streuen.
Ungeschälte Hanfsamen besitzen noch ihre äußere Schale. Dadurch sind sie knackiger und enthalten in der Regel mehr Ballaststoffe.
Welche Variante besser geeignet ist, hängt deshalb vor allem davon ab, wie du Hanfsamen verwenden möchtest.
Wie viele Hanfsamen sollte man täglich essen?
Eine universelle Menge, die für jeden Menschen optimal ist, gibt es nicht.
Für den Alltag reichen häufig bereits ein bis zwei Esslöffel, um Gerichte mit Hanfsamen zu ergänzen. Entscheidend ist, sie als Teil einer abwechslungsreichen Ernährung zu betrachten.
Da Hanfsamen relativ energiereich sind, sollte die verwendete Menge außerdem zum restlichen Speiseplan passen.
Wer bisher kaum Samen, Nüsse oder ballaststoffreiche Lebensmittel isst, kann mit einer kleineren Menge beginnen.
Wie kann man Hanfsamen verwenden?
Hanfsamen müssen nicht kompliziert zubereitet werden. Gerade geschälte Hanfsamen können direkt über fertige Gerichte gestreut werden.
Besonders gut passen sie zu:
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Joghurt und Quark
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Porridge und Müsli
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Smoothies
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Salaten
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Gemüse-Bowls
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Suppen
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Brot und Backwaren
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Pasta und Reisgerichten
Durch ihren mild-nussigen Geschmack lassen sich Hanfsamen sowohl mit süßen als auch herzhaften Zutaten kombinieren.
Tipp: Verwende Hanfsamen als Topping erst kurz vor dem Servieren. So kommt ihr nussiger Geschmack besonders gut zur Geltung.
Hanfsamen Wirkung: Häufige Fragen
Was passiert, wenn man jeden Tag Hanfsamen isst?
Hanfsamen können problemlos regelmäßig Bestandteil einer abwechslungsreichen Ernährung sein. Welche konkrete Wirkung der tägliche Verzehr hat, hängt jedoch von der gesamten Ernährung, der verzehrten Menge und individuellen Faktoren ab.
Sind Hanfsamen gesund?
Hanfsamen liefern unter anderem pflanzliches Protein und ungesättigte Fettsäuren. Ob eine Ernährung insgesamt als gesund einzustufen ist, hängt allerdings nicht von einem einzelnen Lebensmittel ab.
Haben Hanfsamen Nebenwirkungen?
Hanfsamen werden in üblichen Lebensmittelmengen von vielen Menschen gut vertragen. Größere Mengen können – insbesondere abhängig vom Ballaststoffgehalt und der individuellen Verträglichkeit – bei empfindlichen Personen zu Verdauungsbeschwerden führen.
Kann man Hanfsamen roh essen?
Ja. Geschälte und ungeschälte Hanfsamen können grundsätzlich ohne vorheriges Kochen gegessen und beispielsweise direkt über Joghurt, Salate oder Bowls gestreut werden.
Sind Hanfsamen dasselbe wie Chiasamen?
Nein. Obwohl beide als Samen in Müslis, Bowls und anderen Gerichten verwendet werden, stammen sie von unterschiedlichen Pflanzen und unterscheiden sich in ihrer Nährstoffzusammensetzung und ihren Eigenschaften. Chiasamen besitzen beispielsweise eine ausgeprägte Quellfähigkeit und bilden mit Flüssigkeit eine gelartige Konsistenz. Hanfsamen werden dagegen besonders wegen ihres mild-nussigen Geschmacks geschätzt.
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Fazit: Was steckt hinter der Wirkung von Hanfsamen?
Hanfsamen werden häufig mit zahlreichen gesundheitlichen Wirkungen in Verbindung gebracht. Statt sie jedoch als Wundermittel zu betrachten, lohnt sich ein Blick auf das, was tatsächlich in ihnen steckt.
Sie liefern pflanzliches Protein und einen hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren und können – je nach Variante – außerdem zur Ballaststoffzufuhr beitragen.
Ihre größte Stärke im Alltag ist vielleicht sogar ihre Einfachheit: Hanfsamen lassen sich ohne aufwendige Zubereitung in zahlreiche Gerichte integrieren. Ob im Joghurt, Porridge, Salat oder als Topping auf einer herzhaften Bowl – schon kleine Mengen sorgen für einen mild-nussigen Geschmack und ergänzen eine abwechslungsreiche Ernährung.